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Fragen und Antworten
Frage der Woche: Hallo, ich habe einen SBF See sowie SRC und ca. 650sm teilweise durch Kojencharter, habe aber auch schon 3 mal mit meiner Familie gechartert (Ostsee, Mittelmeer). Mir wird regelmäßig eingeredet, dass man mit SBF See nicht chartern darf bzw. sollte und die Vercharterer diesen Schein gar nicht mögen. Das entspricht nicht meiner Erfahrung! Gibt es irgendwelche Regeln, Gesetze..., die mich dazu überzeugen könnten, weitere Scheine zu machen?

Als Skipper einer Charteryacht benötigen deutsche Staatsbürger den Sportbootführerschein See. Alle weiteren Segelscheine sind Zusatzqualifikationen auf freiwilliger Basis. Mit dem Besitz des SRC-Funkzeugnisses erfüllen Sie zusätzlich die in einigen Ländern geltende Funkscheinpflicht (zu dem SRC-Funkzeugnis finden sich bereits Details und Antworten an anderer Stelle im Blog). Somit erfüllen Sie die gesetzlichen Bestimmungen.
An Überseezielen (z.B. Karibik, Pazifik, Indischer Ozean) besteht keine Führerscheinpflicht, dort wird lediglich eine Auflistung Ihrer Segelkenntnisse und bisherigen Segel-, Mitsegel- bzw. Charteraktivitäten auf einem entsprechenden Formular des Vercharterers verlangt.
Entscheidend für einen sicheren und reibungslosen Ablauf Ihrer Yachtcharter ist, dass Sie als Skipper neben dem Erwerb des Sportbootführerscheines See (und ggf. weiterführender Segelscheine) auch über ausreichende praktische Erfahrung zum Führen einer Segelyacht entsprechender Größe in den jeweiligen Gewässern verfügen und sich selbst und Ihrer Crew dies zutrauen.
Diese Frage wurde von unserem VDC-Yacht-Charter-Experten Thomas Scheutzel, Trend Sailing GmbH beantwortet.
Frage: Wo liegen die Besonderheiten beim Katamaran-Segeln?
1. Hohe Sicherheit durch Stabilität und aufrechtes Segeln
Ein Zweirumpfboot segelt aufrecht, das heisst, die dem Segler so lieb gewonnene Krängung hat der Kat nicht; er zeichnet sich durch Familienfreund-lichkeit und Komfort aus und bietet Segelneulingen und alten Hasen Stabilität auf dem Wasser.Vor allem vor Anker liegend gibt es kein Rollen und stetiges Aufschaukeln. Dies ist besonders in Gebieten, in denen der Hafen nicht allabendlich angesteuert wird, von enormem Vorteil. Kein Wunder also, dass die Karibik, Seychellen und Polynesien in immer stärkerem Maße von Kats bevölkert werden. Eine Yacht rollt bereits bei geringem Wellengang, der Kat hingegen liegt ruhig und die Crew kann entspannt das Leben an Bord geniessen.
2. Ein unvergleichliches Raumangebot unter und an Deck
Im Zweirümpfer ist unvergleichlich mehr Platz als im und auf dem Monohull. Die Rümpfe, in denen sich die Kabinen und Nasszellen befinden, sind in der Regel mit einem Decksalon verbunden, die Pantry der bareboat-Charterversionen ist zumeist im geräumigen Salon untergebracht. Das Miteinander der Crew findet auf demselben Niveau statt. Wer kocht, ist nicht von seinen Mitseglern getrennt, sondern hat genauso wie die Cockpitbewohner alles im Blick. Der Rundumblick erlaubt es, zu jeder Zeit im Schiff verschwinden zu können und dennoch nichts zu verpassen. Speisen bleiben auch während des Segelns auf dem Tisch stehen, und vom Salon gelangt man mit einem einzigen Schritt ins Cockpit.
3. Ein hohes Geschwindigkeitspotential
Im Gegensatz zur Yacht mag der Multihull möglichst wenig Gewicht. Je geringer die Verdrängung, umso schneller segelt er. Das gilt auch für die Zuladung. Für die Stabilität sorgen Stummelkiele oder Schwerter. Der Lieblingskurs des Katamarans ist raumschots, deswegen sollte man lieber schneller segeln, statt Höhe zu schinden: >velocity made good< heisst es beim multihull.
Ein durchgelattetes Grosssegel entspricht den Erwartungen an den Mehrrümpfer, obwohl es mittlerweile Kats mit Rollgross gibt, die jedoch die Ausnahme bilden und sich nicht durchsetzen werden, weil sie dem ‚Geist‘ des Multis widersprechen. Ein moderner Multihull sollte leicht zu handhaben sein, beim Segel bergen fällt das Gross in die Lazyjacks, beim Segel setzen hilft auf neueren Raumschiffen oftmals eine elektrische Winsch.
4. Ankern
Den grösseren Schwojkreis des Kats kann man durch den Einsatz eines Hahnepots’ deutlich verringern. Per Stopperstek werden zwei Festmacherleinen dicht nebeneinander an der Ankerkette befestigt und mit viel Lose an einer Klampe am Bug des Steuerbord- und Backbordrumpfes belegt. Anschließend fiert man die Ankerkette, bis Zug auf die Festmacherleinen kommt. Der Kat bleibt nun optimal im Wind liegen und zudem hat man die Ankerwinsch völlig entlastet. Die Festmacher müssen allerdings so lang bemessen sein, dass jederzeit Kette nachgelassen werden kann. Auf modernen Charterkatamaranen liegen diese Leinen schon bereit.
5. Kosten
Hafengebühren sollte man erfragen, um Überraschungen vorzubeugen. Ein Kat benötigt nun mal viel Platz und mancher Hafenmeister berechnet nicht nur die Länge, sondern auch die Breite des Schiffes. Oftmals kommt einem der geringe Tiefgang zugute und an flacher Stelle, wo eine Kielyacht nicht mehr hingelangt, findet der Multihull seinen sicheren Platz.
Zwei Motoren bieten den Vorteil, den Kat ausgezeichnet manövrieren zu können, müssen jedoch auch betankt werden.
Keine Angst vor Katamaranen!
Sicherheit ist ein wesentlicher Punkt, der durch die Jahrzehnte im Blickfeld blieb und verbessert wurde. Heute angebotene Charter- Katamarane sind sichere und stabile Konstruktionen. Rechtzeitiges Reffen ist allerdings angesagt, da der Druck im Segel nicht ‚gefühlt‘ wird. Dabei segelt der Kat mit gerefftem Tuch oftmals besser und hat weniger Abdrift, mehr Vortrieb. Also lieber einmal mehr reffen und wieder ausreffen als darauf hoffen, dass der Wind bald wieder abflaut!
VDC-Geschäftsstelle www.vdc.de
Ein Zweirumpfboot segelt aufrecht, das heisst, die dem Segler so lieb gewonnene Krängung hat der Kat nicht; er zeichnet sich durch Familienfreund-lichkeit und Komfort aus und bietet Segelneulingen und alten Hasen Stabilität auf dem Wasser.Vor allem vor Anker liegend gibt es kein Rollen und stetiges Aufschaukeln. Dies ist besonders in Gebieten, in denen der Hafen nicht allabendlich angesteuert wird, von enormem Vorteil. Kein Wunder also, dass die Karibik, Seychellen und Polynesien in immer stärkerem Maße von Kats bevölkert werden. Eine Yacht rollt bereits bei geringem Wellengang, der Kat hingegen liegt ruhig und die Crew kann entspannt das Leben an Bord geniessen.
2. Ein unvergleichliches Raumangebot unter und an Deck
Im Zweirümpfer ist unvergleichlich mehr Platz als im und auf dem Monohull. Die Rümpfe, in denen sich die Kabinen und Nasszellen befinden, sind in der Regel mit einem Decksalon verbunden, die Pantry der bareboat-Charterversionen ist zumeist im geräumigen Salon untergebracht. Das Miteinander der Crew findet auf demselben Niveau statt. Wer kocht, ist nicht von seinen Mitseglern getrennt, sondern hat genauso wie die Cockpitbewohner alles im Blick. Der Rundumblick erlaubt es, zu jeder Zeit im Schiff verschwinden zu können und dennoch nichts zu verpassen. Speisen bleiben auch während des Segelns auf dem Tisch stehen, und vom Salon gelangt man mit einem einzigen Schritt ins Cockpit.
3. Ein hohes Geschwindigkeitspotential
Im Gegensatz zur Yacht mag der Multihull möglichst wenig Gewicht. Je geringer die Verdrängung, umso schneller segelt er. Das gilt auch für die Zuladung. Für die Stabilität sorgen Stummelkiele oder Schwerter. Der Lieblingskurs des Katamarans ist raumschots, deswegen sollte man lieber schneller segeln, statt Höhe zu schinden: >velocity made good< heisst es beim multihull.
Ein durchgelattetes Grosssegel entspricht den Erwartungen an den Mehrrümpfer, obwohl es mittlerweile Kats mit Rollgross gibt, die jedoch die Ausnahme bilden und sich nicht durchsetzen werden, weil sie dem ‚Geist‘ des Multis widersprechen. Ein moderner Multihull sollte leicht zu handhaben sein, beim Segel bergen fällt das Gross in die Lazyjacks, beim Segel setzen hilft auf neueren Raumschiffen oftmals eine elektrische Winsch.
4. Ankern
Den grösseren Schwojkreis des Kats kann man durch den Einsatz eines Hahnepots’ deutlich verringern. Per Stopperstek werden zwei Festmacherleinen dicht nebeneinander an der Ankerkette befestigt und mit viel Lose an einer Klampe am Bug des Steuerbord- und Backbordrumpfes belegt. Anschließend fiert man die Ankerkette, bis Zug auf die Festmacherleinen kommt. Der Kat bleibt nun optimal im Wind liegen und zudem hat man die Ankerwinsch völlig entlastet. Die Festmacher müssen allerdings so lang bemessen sein, dass jederzeit Kette nachgelassen werden kann. Auf modernen Charterkatamaranen liegen diese Leinen schon bereit.
5. Kosten
Hafengebühren sollte man erfragen, um Überraschungen vorzubeugen. Ein Kat benötigt nun mal viel Platz und mancher Hafenmeister berechnet nicht nur die Länge, sondern auch die Breite des Schiffes. Oftmals kommt einem der geringe Tiefgang zugute und an flacher Stelle, wo eine Kielyacht nicht mehr hingelangt, findet der Multihull seinen sicheren Platz.
Zwei Motoren bieten den Vorteil, den Kat ausgezeichnet manövrieren zu können, müssen jedoch auch betankt werden.
Keine Angst vor Katamaranen!
Sicherheit ist ein wesentlicher Punkt, der durch die Jahrzehnte im Blickfeld blieb und verbessert wurde. Heute angebotene Charter- Katamarane sind sichere und stabile Konstruktionen. Rechtzeitiges Reffen ist allerdings angesagt, da der Druck im Segel nicht ‚gefühlt‘ wird. Dabei segelt der Kat mit gerefftem Tuch oftmals besser und hat weniger Abdrift, mehr Vortrieb. Also lieber einmal mehr reffen und wieder ausreffen als darauf hoffen, dass der Wind bald wieder abflaut!
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